Römisches Köln - Spuren und Überreste

informativ, anschaulich, einprägsam

Begeben Sie sich mit uns zu den römischen Ursprüngen der Colonia Claudia Ara Agrippinensium (CCAA). Bei unseren informativen Streifzügen gibt es für Jung und Alt viel zu entdecken. Wir besuchen Fundstücke aus dem 1. bis 4. Jahrhundert n. Chr., die im Bereich der Altstadt - oft zufällig - freigelegt wurden und erläutern die Bedeutung, die die Römer für Köln hatten.

Infos und Preise

Römisches Köln - Spuren und Überreste
Dauer: 1 Stunde
Start: Bahnhofsvorplatz
Ende: Altstadt
Gruppenpreis: bis 12 P.: 150 € inkl. MwSt. zzgl. 1 € p. P. Kostenfrei anfragen.
Anfrage Gruppen
max. 20 Personen
Di - Sa letzter Start 16:30 Uhr
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Die römische Stadtmauer
Mit den Stadtrechten hatten die Kölner Römer auch das Recht auf Schutz. So entstand eine 2,40 m starke Mauer, die ein beachtliches Fundament hat und ursprünglich fast 8 m hoch war. Die Mauer ist beidseitig mit Grauwacke verkleidet. Innen befindet sich "Opus Caementitium" eine Mischung aus Sand, Kies, gebranntem Kalk und Vulkanasche mit daraus gewonnenen Pozzolanen. Der "Opus Caementitium" wird auch Gußmauerwerk genannt und ist ein Vorläufer unseres heutigen Betons.

Dionysosmosaik (z. Zt. wegen Umbau verdeckt!) und weitere römische Spuren
Vor fast 2000 Jahren wurde von hier aus die römische Provinz Niedergermanien regiert, die sich bis an die Nordsee erstreckte. Spuren dieser bedeutenden Zeit sind heute noch im Stadtbild zu entdecken: Am Roncalliplatz, nur wenige Meter südlich vom Dom entfernt, befindet sich das "Dionysosmosaik". Dieser Fußboden eines römischen Peristylhauses wurde 1941 entdeckt. Der Name geht zurück auf den dort dargestellten griechisch-römischen Gott Dionysos (Bacchus). Flankiert wird die Abbildung von zahlreichen kleineren Medaillons, in denen liebevolle Details aus dem römischen Alltag sowie dem Leben des Dionysos zu sehen sind.

Die römische Hafenstraße
1969 wurden beim Bau des Römisch-Germanischen Museums Reste einer römischen Straßenpflasterung freigelegt. Die Hafenstraße war ursprünglich breiter und leicht gewölbt. Die Fugen zwischen den Blaubasalten waren nur halb so breit wie heute. Die Straße führte zum in der Antike vorgelagerten Rheinarm, den die Römer als Hafeneinfahrt nutzten. So konnten die Römer schon sehr fortschrittlich den Transport ihrer Truppen und Waren regeln.

Die römische Wasserleitung und die "Cloaca Maxima"
Einen Einblick in die Entwässerung des römischen Kölns ermöglicht ein kleiner Abschnitt des Abwasserkanals, der auf dem Theo-Burauen-Platz aufgestellt ist. Direkt darunter befindet sich die "Cloaca Maxima", die das Abwasser damals in den Rhein leitete. Bereits im 1. Jahrhundert nach Christus haben römische Bausoldaten außerdem eine Wasserleitung von der Eifel bis nach Köln errichtet. Mit einer Länge von 95 km und einer Kapazität von 20.000.000 Litern frischem Quellwasser täglich war die Leitung eine große Ingenieursleistung.

Ausgrabungen unter der romanischen Kirche Groß Sankt Martin
In der romanischen Kirche Groß Sankt Martin besuchen wir nach Möglichkeit die Ausgrabungen in der Krypta. Hier besichtigen wir die Fundamente eines römischen Wasserbeckens sowie die Reste von Säulenfundamenten römischer Lagerhallen.

Neues Museum "MiQua" (Fertigstellung 2027!)

MiQua steht für "LVR - Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier". Seit 2019 werden die Ausgrabungen unter dem Rathausvorplatz - vorwiegend das ehemalige Jüdische Quartier in Köln und ein Goldschmiedeviertel aus dem Mittelalter - mit dem Praetorium verbunden und so entsteht eine der größten archäologischen Zonen Europas im neuen unterirdischen Museum MiQua. Das Kunstwort MiQua ist angelehnt an das jüdische Ritualbad Mikwe (lebendiges Wasser), die bereits 1956 mitten im Quartier wiederentdeckt wurde.

PRAETORIUM KÖLN (wg. Umbau geschlossen!)

Beim Wiederaufbau des historischen Rathauses stieß man 1953 rein zufällig auf die Überreste des Praetoriums aus der Römerzeit. Hier befinden sich die Ruinen des römischen Statthalterpalastes und somit Fundstücke aus dem 1. bis 4. Jahrhundert n. Chr. Dort ist auch ein begehbarer, römischer Abwasserkanal, der 9,50 m unter dem heutigen Straßenniveau liegt und eine wechselvolle Geschichte hinter sich hat. Vom Praetorium aus regierte und verwaltete der Praetor, der Oberbefehlshaber und Stellvertreter des römischen Kaisers, die römische Colonia und die Provinz Niedergermanien. Das römische Köln war ab ca. 90 n. Chr. die Hauptstadt der Provinz Niedergermanien, dies war ein Bezirk, der vom Vinxtbach bei Koblenz bis zur Nordsee reichte und im Osten durch den Rhein begrenzt wurde.
Das Praetorium ist ab 2027 über das neue Museum MiQua "LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier" wieder zugänglich.

Kurzinfo: Römisches Köln - Spuren und Überreste
Dauer: 1 Stunde
Start: Bahnhofsvorplatz
Ende: Altstadt
Hinweis: Krypta in Kirche
Anfrage Gruppen
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