Römisches Köln - Spuren und Überreste
informativ, anschaulich, einprägsam
Begeben Sie sich mit uns zu den römischen Ursprüngen der Colonia Claudia Ara Agrippinensium (CCAA). Bei unseren informativen Streifzügen gibt es viel zu entdecken. Wir besuchen Fundstücke aus der Antike, die im Bereich der Altstadt freigelegt wurden und erläutern die Bedeutung, die die Römer für Köln hatten. Die Tour wurde früher Köln unterirdisch oder Kölner Unterwelten genannt.
Infos und Preise
Römisches Köln - Spuren und Überreste| Dauer: 1,25 Stunden | |
| Start: Bahnhofsvorplatz | |
| Ende: Altstadt | |
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Gruppenpreis: bis 15 P.: 160 € inkl. MwSt. zzgl. 1 € p. P. Kostenfrei anfragen. Anfrage Gruppen |
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| max. 22 Personen | |
| Di - Sa letzter Start 16:30 Uhr |
Ähnliche Führungen
Die römische Stadtmauer
Mit den Stadtrechten hatten die Kölner Römer auch das Recht auf Schutz. So entstand eine 2,40 m starke Mauer, die ein beachtliches Fundament hat und ursprünglich fast 8 m hoch war. Die Mauer ist beidseitig mit Grauwacke verkleidet. Innen befindet sich "Opus Caementitium" eine Mischung aus Sand, Kies, gebranntem Kalk und Vulkanasche mit daraus gewonnenen Pozzolanen (auch Puzzolane). Der "Opus Caementitium" wird auch Gussmauerwerk genannt. Der römische Beton enthielt auch kleine Klasten aus Kalziumoxid (ungelöschter Kalk), mit Wasser reagiert er zu Kalziumhydroxid (gelöschter Kalk), dieser kristallisierte mit Sandkörnchen zu einer festen Struktur und konnte entstandene Risse selbst kitten*.
Dionysosmosaik und weitere römische Spuren
Vor fast 2000 Jahren wurde von hier aus die römische Provinz Niedergermanien regiert, die sich bis an die Nordsee erstreckte. Spuren dieser bedeutenden Zeit sind heute noch im Stadtbild zu entdecken: Am Roncalliplatz, nur wenige Meter südlich vom Dom entfernt, befindet sich das "Dionysosmosaik". Dieser Fußboden eines römischen Peristylhauses wurde 1941 entdeckt. Der Name geht zurück auf den dort dargestellten griechisch-römischen Gott Dionysos (Bacchus). Flankiert wird die Abbildung von zahlreichen kleineren Medaillons, in denen liebevolle Details aus dem römischen Alltag sowie dem Leben des Dionysos zu sehen sind.
Die römische Hafenstraße
1969 wurden beim Bau des Römisch-Germanischen Museums Reste einer römischen Straßenpflasterung freigelegt. Die Hafenstraße war ursprünglich breiter und leicht gewölbt. Die Fugen zwischen den Blaubasalten waren nur halb so breit wie heute. Die Straße führte zum in der Antike vorgelagerten Rheinarm, den die Römer als Hafeneinfahrt nutzten. So konnten die Römer schon sehr fortschrittlich den Transport ihrer Truppen und Waren regeln.
Die römische Wasserleitung und die "Cloaca Maxima"
Einen Einblick in die Entwässerung des römischen Kölns ermöglicht ein kleiner Abschnitt des Abwasserkanals, der auf dem Theo-Burauen-Platz aufgestellt ist. Direkt darunter befindet sich die "Cloaca Maxima", die das Abwasser damals in den Rhein leitete. Bereits im 1. Jahrhundert nach Christus haben römische Bausoldaten außerdem eine Wasserleitung von der Eifel bis nach Köln errichtet. Mit einer Länge von 95 km und einer Kapazität von 20.000.000 Litern frischem Quellwasser täglich war die Leitung eine große Ingenieursleistung.
Ausgrabungen unter der romanischen Kirche Groß Sankt Martin
In der romanischen Kirche Groß Sankt Martin besuchen wir nach Möglichkeit die Ausgrabungen in der Krypta. Hier besichtigen wir die Fundamente eines römischen Wasserbeckens sowie die Reste von Säulenfundamenten römischer Lagerhallen.
Köln unterirdisch – die verborgenen Schätze der römischen Stadtmauer
Köln, einst bekannt als Colonia Claudia Ara Agrippinensium, birgt eine faszinierende unterirdische Welt, die Sie auf eine Reise in die römische Vergangenheit entführt. Eine der beeindruckendsten Entdeckungen ist die römische Stadtmauer, die einst die Stadt schützte und deren Überreste tief unter der Erde verborgen liegen. Bei unserer Führung "Köln unterirdisch" können Sie die massive Bauweise der Mauer und ihre Bedeutung für die römische Stadtbewohner nachvollziehen. Diese archäologischen Schätze geben einen faszinierenden Einblick in die städtische Verteidigung und das alltägliche Leben vor beinahe 2000 Jahren.
Köln unterirdisch – Kunst und Infrastruktur der Römer
Einer der Höhepunkte von "Köln unterirdisch" ist das Dionysosmosaik, ein prachtvolles Bodenmosaik, das eine Festszene zu Ehren des Weingottes Dionysos zeigt. Dieses Werk zeugt von der hohen Kunstfertigkeit der römischen Handwerker und der kulturellen Bedeutung, die solche Darstellungen in der römischen Gesellschaft hatten. Weiter führt die Tour zur römischen Hafenstraße, die damals das geschäftige Herz der Stadt war. Hier erfahren Sie, wie Händler und Kaufleute damals ihre Waren verluden und reges Treiben herrschte. Auch die ausgeklügelte römische Wasserleitung und die Cloaca Maxima, das beeindruckende Kanalsystem, sind Teil von "Köln unterirdisch". Diese Bauwerke demonstrieren die fortschrittliche Ingenieurskunst der Römer und ihre Fähigkeit, komplexe Infrastrukturen zu errichten.
Köln unterirdisch – Ausgrabungen unter Groß Sankt Martin
Ein weiteres Highlight der Führung sind die Ausgrabungen unter der romanischen Kirche Groß Sankt Martin. Diese Kirche steht auf den Fundamenten römischer Bauten und bietet somit eine einzigartige Gelegenheit, Schicht für Schicht in die Vergangenheit zu reisen. Bei den Ausgrabungen können Sie die Reste römischer Gebäude und Straßen entdecken, die unter der heutigen Kirche liegen. Diese Funde illustrieren die kontinuierliche Nutzung und Veränderung des Stadtbildes von der Antike bis in die Moderne. Sie zeigen eindrucksvoll, wie die Römer das Fundament für das heutige Köln legten und wie diese Geschichte bis heute im Stadtbild sichtbar bleibt. Und wann entdecken Sie Köln unterirdisch? Diese Tour bieten wir auch für kleinere und größere Gruppen an – stellen Sie Ihre Anfrage gerne direkt auf unserer Website.
* (vgl. Massachusetts Institute of Technology (MIT) Admir Masic Forschergruppe über selbstheilenden römischen Beton).**
Neues Museum "MiQua" (Fertigstellung - Eröffnung 2029!)
MiQua steht für "LVR - Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier". Seit 2019 werden die Ausgrabungen unter dem Rathausvorplatz - vorwiegend das ehemalige Jüdische Quartier in Köln und ein Goldschmiedeviertel aus dem Mittelalter - mit dem Praetorium verbunden und so entsteht eine der größten archäologischen Zonen Europas im neuen unterirdischen Museum MiQua. Das Kunstwort MiQua ist angelehnt an das jüdische Ritualbad Mikwe (lebendiges Wasser), die bereits 1956 mitten im Quartier wiederentdeckt wurde.
PRAETORIUM KÖLN (wg. Umbau geschlossen!)
Beim Wiederaufbau des historischen Rathauses stieß man 1953 rein zufällig auf die Überreste des Praetoriums aus der Römerzeit. Hier befinden sich die Ruinen des römischen Statthalterpalastes und somit Fundstücke aus dem 1. bis 4. Jahrhundert n. Chr. Dort ist auch ein begehbarer, römischer Abwasserkanal, der 9,50 m unter dem heutigen Straßenniveau liegt und eine wechselvolle Geschichte hinter sich hat. Vom Praetorium aus regierte und verwaltete der Praetor, der Oberbefehlshaber und Stellvertreter des römischen Kaisers, die römische Colonia und die Provinz Niedergermanien. Das römische Köln war ab ca. 90 n. Chr. die Hauptstadt der Provinz Niedergermanien, dies war ein Bezirk, der vom Vinxtbach bei Koblenz bis zur Nordsee reichte und im Osten durch den Rhein begrenzt wurde.
Das Praetorium ist ab 2029 über das neue Museum MiQua "LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier" wieder zugänglich.
Kurzinfo: Römisches Köln - Spuren und Überreste
| Dauer: 1,25 Stunden | |
| Start: Bahnhofsvorplatz | |
| Ende: Altstadt | |
| Hinweis: Krypta in Kirche | |
| Anfrage Gruppen |
