Kölner Dom Führung durch die gotische Kathedrale
spannend, detailreich & informativErkunden Sie mit uns die Geheimnisse des Kölner Doms bei unsereren Führungen, die um den Dom herumführen. Bei diesen Domführungen zur Geschichte des Kölner Doms erfahren Sie spannende und interessante Fakten zum Bau der gotischen Kathedrale und ihrer Verbindung zur Umgebung.
Aufgrund verschiedener Restriktionen durch das Erzbistum können wir keine Führung durch den Kölner Dom anbieten! Wir befassen uns daher eingehend mit den Schätzen, die das Äußere des Doms bietet. Auf Wunsch können wir das Baptisterium besuchen. Auch können Sie selbständig durch den Dom gehen. Über Mittag, an Wochenenden und Feiertagen wird der Dom für Gottesdienste genutzt, Besichtigungen sind dann nur eingeschränkt möglich.
Infos und Preise
- zur Zeit nicht verfügbar
- Mo–Fr bis 15:30 Uhr
- keine Rucksäcke
Entdecken Sie Details, die Ihnen sonst verborgen geblieben wären
Köln hat nicht nur eines der bekanntesten Bauwerke und die dritthöchste Kirche der Welt – der Kölner Dom ist auch trotz einer Bauzeit von über 600 Jahren eines der besten Beispiele für vollendete gotische Baukunst. Der gotische Dom wurde in der ersten Bauphase von Wanderhandwerkern geprägt, die ihre Baukunst an den französischen Kathedralen erlernt hatten. Der von Dutzenden filigranen Säulen getragene hohe Raum beeindruckt durch seine Weite jährlich Millionen Gäste aus aller Welt.
Am Kölner Dom entdecken Sie Details, die Ihnen sonst verborgen bleiben und erfahren Einzelheiten über mittelalterliche Baukunst. Erfahren Sie, warum im Dom eine Stadtmauer steht und auf welche Weise der Teufel beim Bau seine Hände im Spiel hatte. Die Domschweitzer in ihren langen roten Talaren sorgen für Ordnung und Ruhe in der Kathedrale.
Der Kölner Dom und sein Umfeld
Seit fast 800 Jahren ist der Kölner Dom für viele das Ziel der Stadt. Zentral an Hauptbahnhof und Rhein gelegen, befindet sich das Herz der Altstadt. Schon in römischer Zeit war das heutige Domumfeld bewohnt. Das Römisch-Germanische Museum mit vielen römischen Relikten grenzt direkt an den Dom. Zwei der besten Hotels befinden sich direkt am Kölner Dom.
Der Dom – einst das höchste Bauwerk der Erde
Nachdem die Gebeine der Heiligen Drei Könige 1164 nach Köln überführt wurden, wurde der alte romanische Dom für die herbeieilenden Pilgerscharen des Mittelalters zu klein. 1248 wurde mit dem Bau der monumentalen gothischen Kathedrale begonnen. Nach einer dreihundertjährigen Pause wurde der Dom erst 1880 von den Preußen vollendet.
Ganz kurz war der Kölner Dom das höchste Bauwerk der Erde: Der Südturm hat eine Höhe von 157,22 m, der Nordturm ist nur vier Zentimeter kleiner. Mit dem um 1200 n. Chr. entstandenen prunkvollen Dreikönigenschrein fanden die Weisen aus dem Morgenland so ein würdiges Zuhause.
Weiterbau und Vollendung
Nach dem Wiener Kongress gehörte das katholische Köln zu Preußen. Der protestantische Preußenkönig Friedrich Wilhelm IV. legte 1842 symbolisch den Grundstein für den Weiterbau des Kölner Doms. Die Türme, der Innenraum des Langhauses und die Südquerhausfassade wurden komplettiert. Wilhelm I. feierte dann 1880 die Fertigstellung der Kathedrale. Seine Gattin Augusta stiftete zu diesem Anlass Geld für den neugotischen Petrusbrunnen.
Die Preußen beherrschten das Thema Ordnung und Arbeit und konnten so letztendlich den Dom vollenden. Der Preußenkönig vollendete die Kathedrale als stolzes Monument für Deutschland und setzte gleichzeitig ein Versöhnungszeichen für die vergangenen Religionskriege.
Das Baptisterium am Dom
Wir besuchen Kölns ältesten Taufort, das Baptisterium. Das Taufbecken, auch Piscina genannt liegt unter dem Kölner Dom, in mitten der Fundamente unserer gotischen Kathedrale. In frühchristlicher Zeit war er das Herzstück einer dazugehörigen Kirche. Das Baptisterium wurde 1866 freigelegt und ist seit Ende der 1960er Jahre zugänglich. Dieser bedeutende Ort wurde 2016 durch einen Voraum für Ausstellungen und Veranstaltungen erweitert, hier gibt es auch Informationen zu den Ausgrabungen unter dem Dom. Das Baptisterium besuchen wir auch im Rahmen unserer Führung Römisches Köln + Ausgrabungen.
Das Südquerhausfenster – Richterfenster
Die vielen bunten Fenster in der Gotik bildeten einen starken Kontrast zu den dunklen romanischen Kirchen, die Gotik erhellte das Mittelalter und färbte es erstmals bunt. Das große Fenster im südlichen Querhaus erhielt 2007 eine farbige Verglasung. Der Künstler Gerhard Richter wählte sein Bild 4096 Farben von 1974 als Vorlage. So sind heute 72 Farben auf über 11.000 Quadrate verteilt. Bei Sonnenlicht erstrahlt das Fenster und Regenbogenfarben werden reflektiert. Eine hessische Firma hat diese mundgeblasene Antikglas hergestellt. Materialkosten: ca. 400.000 €.
Das ursprüngliche Fenster wurde im Krieg zerstört und zunächst durch eine farblose Ornamentverglasung ersetzt. Es war die Aufgabe von Frau Prof. Dr. Schock-Werner, unserer Dombaumeisterin, das Fenster zu ersetzen. Dazu hat sie bei einem Geburtstagsempfang Gerhard Richter mit einem Glas Sekt überredet. Der Künstler hat umsonst gearbeitet, so blieb es bei den Materialkosten und einem Glas Sekt.
Warum steht vor dem Kölner Dom am alten Haupteingang ein Schutzgitter?
Anfang der 90er Jahre wurde auf der Südseite vor dem ehemaligen Haupteingang ein über drei Meter hohes Schutzgitter aufgestellt. Damals nutzten viele Skater die Domtreppen als Herausforderung. Auch lagerten Punker in den Seitenportalen, die wertvollen Bronzeportale kamen immer wieder mit Graffiti in Kontakt. Durch das Portal nutzten viele Menschen die Abkürzung vom Roncalliplatz zum Bahnhof.
Der Kölner Kunstschmied Paul Nagel ließ in seiner Werkstatt ein handgeschmiedetes Schutzgitter für das Südquerhaus errichten. Acht Wesselinger Kunstschlosser haben daran gearbeitet. Ein vergoldeter Bischof als Wetterfahne ziert das Gitter auf der linken Seite. Auch die Domschatzkammer und das Nordquerhaus sind jetzt mit einem Schutzgitter vor Vandalismus geschützt. Den Künstlerwettbewerb gewann Johannes Nagel, der Sohn von Paul Nagel. Dem verstorbenen Vater setzte er ein geschmiedetes Skelett als Denkmal.
Der Kölner Dom in Zahlen
- Hochgotische fünfschiffige Basilika mit Chorumgang mit sieben Kapellen
- Bauzeit 632 Jahre (mit 300jähriger Kreativpause :-) )
- Höhe: 157,22 m, Länge: ca. 145 m, Querhaus: ca. 87 m
- Fläche: ca. 7.900 m²
- Der Dom wiegt ca. 300.000 Tonnen inklusive Fundamente
- Über 40 verschiedene Steinsorten sind im Dom verbaut (z.B. Säulenbasalt, Tuff, Basaltlava, Trachyte, Kalksteine, Sandsteine, Marmor)
- 8 Glocken im Südturm, 3 Glocken im Dachreiter über der Vierung
- 6 Mio. Besuche jährlich, 1.500 Sitzplätze (inkl. Binnenchor), 2.800 Stehplätze
- Instandhaltungskosten ca. 6,5 Mio. € jährlich (Stand 2022)
- Buchwert: 27 € (gesamt, 27 Flurstücke à 1 € Erinnerungswert)
Wem gehört der Kölner Dom?
Im Grundbuch steht seit 1931: „Hohe Domkirche“
Abgeleitet aus dem „Code Civil“ gehört der Dom zur sog. „Domaine public“ und ist damit damit unveräußerlich. Die „Hohe Domkirche“ ist dabei eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Der „Code Civil“ galt auch in Köln und wurde teilweise in das seit 1900 gültige Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) übernommen.
Sonderführungen Kölner Dom
Führungen über das „Hohe Dach“ oder die Ausgrabungen unter dem Dom erfragen Sie bitte direkt bei der Dombauhütte.
Hochzeit im Kölner Dom: sind Trauungen möglich?
Trauungen sind nur in der Sakramentskapelle möglich, dort haben 70 Personen Platz. Den Pastor müssen Sie selbst mitbringen, da der Kölner Dom keine Pfarrkirche ist. Mindestens eine Person muss katholisch sein. Etwa 30 Paare lassen sich jährlich im Dom katholisch trauen.
