Eigelstein

bunt, lebendig und speziell

Ein uriges Viertel - der Eigelstein - die nördliche Altstadt.

Infos und Preise

Eigelstein
Dauer: 1,5 Stunden
Start: Eigelsteintorburg
Ende: Eigelstein
Gruppenpreis: bis 12 TN: 160 € inkl. MwSt. Kostenfrei anfragen
Anfrage Gruppen
max. 20 Teilnehmer
barrierefrei

Abgrenzung und Name Eigelstein
Der Cardo Maximus, heute Hohe Straße, erstreckt sich Richtung Norden in den heutigen Eigelstein und bildet in der Verlängerung die römische Fernstraße, den Limesweg. Der Eigelstein wird im Westen durch das Ursulaviertel und im Osten durch das Kunibertsviertel begrenzt. Im 12. Jahrhundert steht in einer Schreinsurkunde "Eygelsten", hier stand ein römisches Grabmal (Stein) mit einem Pinienzapfen gekrönt. Dieser wurde wohl im Mittelalter als die Frucht der Stileiche interpretiert, da Pinien in Köln damals unbekannt waren. Abgeleitet vom mittelhochdeutsch "Eycheln" kommen wir dann zum "Eyelsten" und sind der Lösung vermutlich Nahe. In der Franzosenzeit hieß der Eigelstein, Rue de l'aigle also Adlerstraße, dies schein ein Übersetzungsfehler gewesen zu sein.

Tagelöhner, Handwerker und Kleinbürger
Statt Villen prägten Mietshäuser das Viertel. Hier lebten der "Fressklötsch" (Arnold Klütsch), der als Tagelöhner (Ringroller), dank seiner Frau lernte er lesen und schreiben und stieg mit Hilfe von Ferdinand Franz Wallraff zum Taxator der Stadt auf. Auch das kölsche Original "Orjels Palm" lebte hier mit seinen 13 Kindern, allein in Unter Krahnenbäumen musste er 6-mal umziehen. Hier in der fruchtbaren Straße UKB ist auch Grete Fluss (Sängerin und Komödiantin) geboren, sie hatte 13 Geschwister.

Multikulturelles Flair
Der Eigelstein war in der Vergangenheit ein urkölsches Arbeiterviertel und zeigt sich heute von der multikulturellen Seite. Kleine Restaurant mit Holzkohlengrills versorgen die Menschen in der Weidengasse. Dazwischen kölsche Kneipen wie das Weinhaus Vogel oder das Lapidarium. Hier fand 2001 die Erste Veranstaltung "Loss mer singe" statt, wo die besten Lieder der Session von 20 Neuerscheinungen abgestimmt werden. Die Veranstaltung tourt durch mehrere Kneipen und startet im Lapidarum - der Mutter aller "Loss mer singe - Kneipen". Eins der ältesten Brauhäuser Kölns ist der Kölsche Boor. Das Miteinander funktioniert hier relativ gut, viele haben hier im Viertel ihre Heimat gefunden.

Kappesbuure und Prostituierte
Während vor der Torburg die Kappesfelder lagen, blühte in der Stadtseite die Prostitution besonders in den 1970er Jahren im Stavenhof und der Stavenhofpassage. Nach der Sperrbezirksverordnung durften hier nur Prostituierte über 30 Jahren arbeiten. Die Prostituierten gaben den Kindern oft ein paar Mark für Süßigkeiten. Vom Milieu sind heute nur noch ein paar sog. Anbahnungswirtschaften zu finden.

Kurzinfo: Eigelstein
Dauer: 1,5 Stunden
Start: Eigelsteintorburg
Ende: Eigelstein
Anfrage Gruppen
© 2022 ff-stadtfuehrungen.koeln