Köln unterm Hakenkreuz – Führung durch die NS-Zeit
aufschlussreich, informativ & erschütterndErhalten Sie Einblicke in den dunkelsten Teil der deutschen Vergangenheit. Neben Informationen zur Geschichte des Nationalsozialismus erfahren Sie insbesondere etwas zu den damaligen Verhältnissen in Köln.
Infos und Preise
Leopold Dahmen, Gold- und Uhrengroßhandel, EL-DE wird Gestapogefängnis
Das neo-klassizistische Haus beschlagnahmte die Gestapo noch im Rohbau. Es lag damals zwischen dem Polizeipräsidium Krebsgasse, Gericht und dem Gefängnis Klingelpütz. Das EL-DE-Haus selbst war von 1935 bis 1945 die Zentrale der Gestapo. Nach dem Krieg wurde es von der Stadt als Besatzungsamt, Rechts- und Versicherungsamt, Rente und Standesamt benutzt. In den ehemaligen Gefängniszellen stapelten sich nach Kriegsende bis 1979 städtische Akten.
Umbau zur Gedenkstätte für zahlreiche Opfer
Die Verhaftung von Kurt Lischka und die Ausstrahlung der US-Serie „Holocaust“ lösten ein Umdenken in der Kölner Politik aus. 1979 ließ sich der engagierte Sozialpädagoge Kurt Holl mit einem Fotografen heimlich im EL-DE Haus einschließen. Die beiden fotografierten die Inschriften an den Wänden der ehemaligen Gefängniszellen und veröffentlichten die Fotos. Dies löste eine Debatte aus, die zum Umbau zur Gedenkstätte führte. Die Inschriften wurden freigelegt und konserviert, das Haus zum NS-Dokumentationszentrum umgebaut und unter Denkmalschutz gestellt.
Die Gräuel der NS-Herrschaft
Wir sprechen über die Machtergreifung in Köln und die Indoktrinierung durch das Regime in Firmen, Schulen und Vereinen. Das NS-Dokumentationszentrum zeigt im Keller zehn Zellen als Hauptgefängnis für Zwangsarbeiter. Die Zellen geben einen greifbaren Eindruck in das damalige Grauen. Die Zwangsarbeiter litten an Folter, Hunger und mangelnder Hygiene. Zahlreichen Inschriften an den Wänden der Gefängniszellen von Opfern beschreiben detailliert die damalige Situation. Im Innenhof wurden Hunderte am Galgen hingerichtet. Die Geschichte Kölns unterm Hakenkreuz ist in der Dauerausstellung durch historische Fotos, Berichten und Ausstellungstafeln sehr gut zu erkennen. Außerdem bietet das Museum großzügigen Raum für Dokumentation, Forschung, Lehre und Diskussion.
