Wir können Köln – Kölle künne mer!

Führung durch das jüdische Köln bis zum Mittelalter

aufschlussreich, informativ & außergewöhnlich

Diese Führung ist zur Zeit nur eingeschränkt möglich, da mit der Eröffnung des neuen Museums „MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln“ erst ab 2027 zu rechnen ist.

Infos und Preise

Dauer 1,5 Stunden
Start Bahnhofsvorplatz
Ende Altstadt
Bitte beachten eingeschränkt verfügbar
Zugänglichkeit rollstuhlgerecht
Gruppengröße max. 24 Personen
Gruppenpreis bis 15 Personen 190 € inkl. Mwst.
kostenfrei anfragen

Historische Spuren der jüdischen Gemeinde in Köln

Mitten im Zentrum der damaligen niedergermanischen Hauptstadt Köln befand sich wahrscheinlich schon seit Beginn des 2. Jahrhunderts eines der bedeutendsten jüdischen Viertel. 321 n. Chr. benötigte der damalige Stadtrat zusätzliche finanzielle Mittel, da ihr Grundbesitz teilweise geplündert wurde, und die Ratsmitglieder erhielten dadurch weniger Pacht. Die römischen Stadtratsmitglieder (Dekurionen) beschlossen daher erstmals, vermögende jüdische Bürger in ihren Kreis zu berufen. Dieses war jedoch nicht in deren Sinne, da viele der bislang praktizierten Rituale ihrem Glauben nicht entsprachen. Kaiser Konstantin entschied sich in einem kaiserlichen Erlass jedoch für ihre Einbestellung. Den Juden wurde also nicht erlaubt in den Rat einzutreten, sondern sie wurden gegen ihren Willen in den Rat berufen. (vgl. Prof. Werner Eck, Not macht erfinderisch KSt.A 11. Dez. 2021)

Jüdische Gemeinde im Mittelalter

Im mittelalterlichen Judenviertel gab es neben der Frauen- und Männersynagoge ein Backhaus, ein Tanzhaus, ein Hospital und ein jüdisches Kultbad, die Mikwe (= lebendiges Wasser). Begrenzt wurde das Viertel durch die Judengasse und das Laurenzgittergässchen. Im Rahmen der Führung besuchen wir das „MiQua. LVR-Jüdisches im Archäologischen Quartier Köln“ mitsamt sämtlichen aufschlussreicher Ausgrabungen.

Jüdisches Leben und Mahnmale

In der Stadt befinden sich weitere jüdische Spuren, z.B. Stolpersteine von Gunter Demnig, das Mahnmal von Dani Karavan „Ma’alot“ oder die „Schwelle der Erinnerung“ am Kölner Hauptbahnhof.

Haben Sie weiteres Interesse an der jüdischen Kultur? Nach eigener Absprache mit und Anmeldung bei der jüdischen Gemeinde können Sie auch die große neoromanische Synagoge in der Roonstraße besichtigen. Die Synagogen-Gemeinde Köln bietet auch Führungen über die jüdischen Friedhöfe in Bocklemünd und Deutz an.