Wir können Köln – Kölle künne mer!

Führung Rheinauhafen Kranhäuser Köln für Architektur-Fans

einzigartig, informativ & aufschlussreich

Im ehemaligen Rheinauhafen ist ein modernes Wohn- und Geschäftsviertel mit drei imposanten Kranhäusern entstanden. Der Rheinauhafen ist das Richtige für Architektur-Fans. Eine Führung durch das alte Hafengelände des Rheinauhafens bietet mehr, es erstreckt sich vom Schokoladenmuseum bis zum Kap am Südkai.

Infos und Preise

Dauer 1,5 Stunden
Start Drehbrücke am Schokoladenmuseum
Ende Kap am Südkai
Zugänglichkeit rollstuhlgerecht
Sprachoptionen
Gruppengröße max. 24 Personen
Gruppenpreis bis 15 Personen 190 € inkl. Mwst.
kostenfrei anfragen

Gratwanderung zwischen Denkmalschutz und Wohnkomfort

Bei der Rheinauhafenführung spannen wir den Bogen vom mittelalterlichen Bayenturm über die Muschelkalkskulptur „Der Tauzieher“ bis zu den hochmodernen Kranhäusern mit ihrer besonderen Konstruktion. Der alte Yachthafen erscheint dazu nahezu nostalgisch. Bei der Führung gehen wir auch besonders auf architektonische Merkmale ein.

Der Rheinauhafen ist eine gelungene Gratwanderung zwischen Denkmalschutz und pragmatischem Wohnkomfort. Das Hauptzollamt mit spätgotischen Elementen ist heute das Schokoladenmuseum angebaut. Das Neo-Romanische Hafenamt erinnert an die Blütezeit der Hanse.

Kranhäuser

Die spannende Konstruktion erläutern wir Ihnen. Innenbesichtigungen sind nicht möglich. Wußten Sie, dass die Kranhäuser schon vor über 100 Jahren erdacht wurden?

Köln älteste Brücke – die hydraulische Drehbrücke

Der alte Mechanismus der preußischen Drehbrücke aus dem 19. Jahrhundert ist bis heute erhalten geblieben. Die genietete Drehbrücke ist technisch eine Mischung zwischen Fachwerkträger und versteifter Hängekonstruktion. Am Eingangstor zum Jachthafen muss die Einfahrt je nach Wasserstand und Masthöhe der Jolle freigegeben werden. Die Drehbrücke wird dabei zunächst per Wasserdruck (ca. 50 bar) um 11 cm angehoben, bevor sie zur Seite geschwenkt wird. Der alte mechanische Antrieb im Malakoffturm kann heute auch per Funk bedient werden.

Was es im Rheinauhafen noch zu sehen gibt

Ein Platz erinnert an die Goldschmiedin Elisabeth Treskow, die 1949 aus über 5 kg Silber die Meisterschale (Salatschüssel) des deutschen Fußballbundes schuf. Die Amtskette des Kölner Oberbürgermeisters ist ebenfalls von ihr und an der Restaurierung des Dreikönigenschreins war sie auch beteiligt. Ende des 19. Jahrhunderts wurde direkt am Rhein eine Kapponiere aufgebaut, diese Bastion wurde um zwei Geschosse aufgestockt und war Sitz der Wasserschutzpolizei. Bei dieser Tour sehen Sie auch die neue Skaterbahn.

Die Danziger Lagerhäuser – Kölns Siebengebirge

Die denkmalgeschützten Danziger Lagerhäuser im Volksmund Siebengebirge genannt, zur Stadtseite gibt es sieben Giebel, wurden sehr gut zu Wohnzwecken umgestaltet. Trotz geringer Deckenhöhen und beachtlicher Tiefe von 20 m konnten die Speichergebäude in über 100 Wohnungen umgewandelt werden. Licht brachten die Innenarchitekten mit Lichthöfen, reflektierende Tapeten und Spiegeln ins Innere. Die Schieferdächer durften für die Maisonettwohnungen geöffnet werden. Loggien mit faltbaren Glasfenstern sind Balkonersatz. Die ursprüngliche Silhouette konnte so erhalten bleiben.

Gastronomie im Rheinauhafen

Der „Bratort“, d.h. die Würstchenbude aus dem Kölner Tatort, steht mittlerweile im Freilichtmuseum in Kommern. Kulinarisch lohnt sich ein Besuch beim „Limani“: Mediterrane, griechische Küche mit „Mezedés“, kleinen Leckerbissen. Im Restaurant „Joseph’s“ stehen süddeutsche und österreichische Gerichte im Mittelpunkt. Im „Bona’me“ gibt es kurdische Küche. Kulinarische Erlebnisse gibt es in der Sterneküche „Ox & Klee“. Die „L’Osteria“ hat italienische Küche. Kaffee und Kuchen gibt es im Schokoladenmuseum.

Was wurde im Rheinauhafen gehandelt?

Der Zoll- und Freiheitshafen, der Ende des 19. Jahrhunderts entstand wurden verschiedene Güter gelagert und verfrachtet. Ein wesentliches Handelsgut war dabei Getreide. Bis zum Umbau in ein modernes Wohn- und Geschäftsviertel wurde hier ein turmartiges Getreidesilo „Silo 23“ als Getreidesilo (Notreservespeicher bis 1999) genutzt. Heute ist es ein Bürohaus mit Gastronomie „Joseph’s“.

Für wen ist die Führung Rheinauhafen geeignet?

Architekturfans kommen hier besonders auf ihre Kosten.