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Führung durch Stadtgeschichte Kölns

Als eine der größten Städte Deutschlands – und ohne Zweifel der schönsten - wie wir Kölner sagen – blickt Köln auf eine 2000-jährige Stadtgeschichte zurück. Bei der Tour "Stadtgeschichte Kölns" spannen wir den Bogen von der Römerzeit über das Mittelalter bis in die Gegenwart. Von den ersten hier siedelnden Germanenstämmen bis zum Papstbesuch am Weltjugendtag im Jahr 2005 haben zahlreiche Generationen ihre Spuren im Stadtbild hinterlassen – und diesen Spuren folgen wir auf dem etwa eineinhalbstündigen Rundgang durch die Kölner Altstadt: Von der Domumgebung bis hin zum Rhein und weiter zum Heumarkt werden die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Legenden der Kölner Stadtgeschichte vorgestellt. 

Wir besuchen Stationen, an denen Umstürze geplant und zur Unterschlagung aufgerufen wurde und erkunden verschlungene Gassen und versteckte Plätze der Kölner Altstadt. Bei dieser interessanten Stadtführung lernen nicht nur Gäste die Stadt kennen – auch Einheimische erfahren noch viel Neues und Wissenswertes bei diesem historischen Rundgang durch ihre Heimatstadt.

Kölner Dom bei Sonnenuntergang
Liebesschlösser an der Hohenzollernbrücke
Alter Markt Ostseite
Fahne mit Kölner Stadtwappen

INFOS UND PREISBEISPIELE STADTGESCHICHTE KÖLNS

Die Führung Stadtgeschichte Kölns dauert ca. 1,5 Stunden. Sie beginnt am Bahnhofsvorplatz und endet in der Regel am Heumarkt.

Preisbeispiele Gruppen (mit Wunschtermin):

  • 12 Personen 140 € 
  • 25 Personen 180 €

Preis öffentliche Führung: Stadtgeschichte Kölns

Diese Tour wird nur sporadisch als öffentliche Führung angeboten.

  • 12 € pro Person / 8 € ermäßigt (Studenten, Auszubildende, Köln Pass Inhaber) Bei öffentlichen Führungen sind Kinder bis 12 Jahre in Begleitung eines Erwachsenen frei. Wir bitten um vorherige Anmeldung.

Alle Preise sind Endpreise, das heißt die gesetzliche Mehrwertsteuer ist bereits enthalten.

Geschichte Kölns

Vorgeschichte: Um 4.500 v. Chr. lebten hier bereits „Bandkeramiker“

Das römische Köln: Kaiser Augustus ließ die Oppidum Ubiorum (Stadt der Ubier), den Vorläufer des heutigen Kölns, errichten. Agrippa der Feldherr hatte den Germanenstamm der rechtsrheinischen Ubier hier angesiedelt. Seine Enkelin, Agrippina die Jüngere, verlieh Köln 50 n. Chr. die Stadtrechte: Colonia Claudia Ara Agrippinensum (CCAA). Köln wurde zur Hauptstadt der Provinz Niedergermanien. Sie erstreckte sich östlich von Frankreich und nördlich der Mosel am Rhein entlang bis an die heutige Nordseeküste. Agrippina die Jüngere war Ehefrau und Nichte von Kaiser Claudius, ihr Sohn aus erster Ehe hieß Nero, ihr Bruder war Caligula. Mit den Stadtrechten erhielt Köln auch Militärrecht, d. h. Schutz durch eine Stadtmauer. Konstantin der Große ließ eine erste feste Holzbrücke über den Rhein aus Eichenholzpfählen errichten. Die Brücke hielt fast bis zur ersten Jahrtausendwende.

Zeit der Franken ab 456 n. Chr.: Die Franken eroberten ab ca. 456 n. Chr. die Stadt. Wechsel von der städtischen Kultur der Römer zur fränkischen Bauernkultur. Nach der Schlacht von Zülpich über die Alemannen nahm der Merowinger König Clodwig den katholischen Glauben an, wurde König aller Franken und ordnete die westgermanischen Stämme. Um 800 wurde Köln Sitz des Erzbistums (Erzbischof Hildebold). Der karolingische/romanische Dom (auch Hildebold-Dom genannt) wurde von Erzbischof Gunthar erbaut. Um 880 wird Köln von den Normannen zerstört.

Herrschaft der Erzbischöfe ab 950 n. Chr.: Mit Bruno begann die weltliche Herrschaft der Erzbischöfe über Köln. Die erste Stadterweiterung erfolgte erst nach 800 durch Aufschüttungen der Rheinvorstadt (Alter Markt, Heumarkt und Rheinufer). Während des ersten Kreuzzugs im Jahr 1096 zogen randalierende Ritter auf dem Weg nach Jerusalem durch die Stadt und zerstörten erstmals die Synagoge. Im 11. Jahrhundert kam es zu einem Aufstand der Bürger gegen Erzbischof Anno II. Die zweite Stadterweiterung wurde 1106 begonnen. Ab Ende des 12. Jahrhunderts entstand im Zuge der dritten Erweiterung die mittelalterliche Stadtmauer. Erhalten sind heute noch Eigelsteintorburg, Severinstorburg und Hahnentorburg, Ulrepforte und diverse Türme und Mauerreste im Norden und im Süden.

Köln im Hochmittelalter: 1164 ließ Erzbischof Reinald von Dassel die Gebeine der Hl. Drei Könige als Kriegsbeute nach Köln einführen. In der Folge entstand der Dreikönigenschrein, ein Prunkstück des Goldschmiedehandwerks. Als passender Rahmen für Reliquien und Pilgerscharen wurde 1248 mit dem Bau des gotischen Doms begonnen. Beim Bau der Stadtmauer wurden römische Gräberfelder entdeckt. Für die Kölner war klar: die große Anzahl an Knochen muss von den Stadtheiligen Ursula, Gereon und einer unterschätzten Anzahl an Gefährten stammen. Köln avanciert zu einer der drei großen Pilgerstätten des Spätmittelalters, gleichbedeutend mit Rom und Santiago de Compostela. Zeitgleich entsteht als Vorläufer der Universität eine Hochschule zur theologischen Ausbildung der Dominikaner, unter den Mitgliedern Albertus Magnus und Thomas von Aquin.

Köln zwischen ausgehendem Mittelalter und Neuzeit: Anhaltende Pilgerströme und neue Stapelprivilegien von 1259 sorgten für eine florierende Wirtschaft. Köln gründete mit Hamburg und anderen Städten den Verbund der Hanse. Wiederkehrende Auseinandersetzungen zwischen dem Erzbischof und den Kölner Bürgern entluden sich in der Schlacht von Worringen 1288. Der Erzbischof sah sich außerhalb der Stadtmauern verbannt. 1349 wurde die etablierte jüdische Gemeinde zum Sündenbock der Pestepidemie erklärt und aus der Stadt vertrieben. Der Kölner Weberaufstand gegen Ratsmitglieder wurde 1371 auf dem Waidmarkt blutig niedergeschlagen. 1388 wurde die erste Kölner Universität von den Ratsmitgliedern und damit von den Bürgern gegründet. Der Verbundbrief von 1396 besiegelte die erste Stadtverfassung und beendete die Herrschaft des Patriziats in Köln. Verbünde von Zünften, sogenannte Gaffeln, stellten die gesellschaftspolitischen Vertretern im Rat.

Köln als Reichstadt: Inmitten des jüdischen Viertels wurde zu Beginn des 15. Jahrhunderts der Ratsturm errichtet. Mit einer Höhe von 61 Metern konzipiert als eine für jedermann sichtbare Demonstration der Macht des Rats und Ausdruck des bürgerlichen Selbstbewusstseins. Vervollständigt wurde die Repräsentation 1445 im Innenraum durch Stefan Lochners "Altar der Stadtpatrone". Wenig später entstand ein weiteres - heute noch erhaltenes - profanes Gebäude, der Gürzenich, in dem städtische Feste abgehalten wurden. 1475 wurden die Juden erneut aus der Stadt vertrieben. 1475 erklärte Friedrich der III Köln zur freien Reichsstadt.

Franzosenzeit (1794-1814): 1794 besetzen die Franzosen unter Napoleon Köln – dies bedeutete das Ende der freien Reichsstadt. Während Ihrer Besatzungszeit führten die Franzosen infrastrukturelle Neuerungen wie Straßenbeleuchtung, Straßenreinigung, Stadtverwaltung, Standesamt und Friedhofskultur (Melaten) ein. Das mittelalterliche Zunftwesen wurde aufgehoben und das gesamte Rechtswesen nach unserer heutigen Auffassung reformiert. Damit brach in Köln ein neues Zeitalter an. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden der Besitz und die Güter der Kirchen und Klöster im Zuge der Säkularisation enteignet. Protestanten und Juden bekamen wieder Zugang zur Stadt und wurden zu gleichberechtigten Bürgern.

Preußisches Köln: 1815 wurde Köln preußisch und zur größten Festungsstadt im Westen ausgebaut. Nach 1870 ist Köln ein bedeutender Industriestandort: e.g. Baumwollspinnerei „Bierbaum und Proenen“, Seilerei „Felten und Guillaume“, Rheinische Gummiwerke (Clouth), Chemische Fabrik Kalk, Erste Motorenfabrik (Nikolaus Otto), Gas- und Lichtwerke in Ehrenfeld. Der protestantische Preußenkönig Friedrich Wilhelm IV spendete Geld für Domvollendung, die Schlussweihe war 1880. 1881 wurde die mittelalterliche Stadtmauer abgerissen und die Stadt erweitert, die heutigen Ringe wurden gebaut.

Erster Weltkrieg und Weimarer Republik: 1917-1933 war Konrad Adenauer Oberbürgermeister, in dieser Zeit entstanden das Müngersdorfer Stadion, Mülheimer Brücke, Messegelände, Flughafen Butzweiler Hof, innerer Grüngürtel, Ford-Werke. Im Jahr 1933 bereiteten Hitler und Reichskanzler von Papen in der Villa des Bankiers Schröder in Köln die Machtergreifung vor.

Köln im Nationalsozialismus: Die Kölner Juden und 1.000 Sinti und Roma wurden deportiert. Die Messe wurde das Außenlager des KZ Buchenwald. 1942 erster „1.000 Bomben Angriff“, 1945 besetzten US Truppen Köln. Zu diesem Zeitpunkt waren 95 % der Kölner Altstadt durch die Bombardierungen der Alliierten zerstört. 1945 lebten in Köln nur noch 44.000 Menschen.

Nach dem Krieg in die Moderne: Nach dem Krieg wird Konrad Adenauer erneut Oberbürgermeister. Köln entwickelt sich zu einer modernen Großstadt. Köln wurde 1972 Millionenstadt, danach sanken zunächst die Einwohnerzahlen, erst 1992 wurde Köln wieder Millionenstadt.

Masterplan Innenstadt

der Verein Unternehmen für die Region e.V. initiierte 2007 einen städtebaulichen Wegweiser für die Kölner Innenstadt. Der  Stadtrat hat diesem Masterplan als Handlungsempfehlung für die künftige Entwicklung 2009 zugestimmt. Die Einzelmaßnahmen werden teilweise im Kölner Tempo zögerlich umgesetzt.

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