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Römisches Köln unterirdisch

Römische Spuren und Ausgrabungen unter Groß St. Martin

Begeben Sie sich mit uns auf eine unterirdische Zeitreise zu den römischen Ursprüngen der Colonia Claudia Ara Agrippinensium (CCAA). Bei unseren informativen und spannenden Streifzügen über und unter den Gassen des heutigen Kölns gibt es für Jung und Alt allerhand zu entdecken. Vor fast 2000 Jahren wurde von hier aus die römische Provinz Niedergermanien regiert, die sich bis an die Nordsee erstreckte. Spuren sind heute noch im Stadtbild zu entdecken: Wir besuchen Ruinen und Fundstücke aus dem 1. bis 4. Jahrhundert n. Chr., die im Bereich der Altstadt freigelegt wurden. 

Was gibt es zu sehen?

Am Roncalliplatz, nur wenige Meter südlich vom Dom entfernt, ist das "Dionysosmosaik" zu sehen. Dieser Fußboden eines römischen Peristylhauses wurde 1941 entdeckt. Der Name geht zurück auf die Abbildung in der Mitte, hier ist der römische Gott Dionysos dargestellt. Flankiert wird die Abbildung von zahlreichen kleineren Medaillons, in denen liebevolle Details aus dem römischen Alltag sowie dem Leben des Dionysos zu sehen sind. Vom Dionysosmosaik geht es an den Resten einer römischen Straßenpflasterung vorbei. Dieser ca. 6 m breite Steifen aus Basaltsteinen wurde erst am Ende der 60er Jahre freigelegt und hierher versetzt. Hier wird anschaulich, wie fortschrittlich bereits die Römer den Transport ihrer Waren regelten. Einen Einblick in die Be- und Entwässerung im römischen Köln ermöglicht der Abschnitt des Abwasserkanals, der auf dem Theo-Burauen-Platz aufgestellt ist. Direkt darunter befindet sich die "Cloaca Maxima", die das Abwasser der Römer in den Rhein leitete. Abschließend besuchen wir die Ausgrabungen unter der romanischen Kirche Groß St. Martin. Hier besichtigen wir die Fundamente eines römischen Wasserbeckens sowie die Reste von verschiedenen Lagerhallen. 

Neues Museum "MiQua"

Seit 2019 werden die Ausgrabungen unter dem Rathausvorplatz - vorwiegend Goldschmiedeviertel aus dem Mittelalter und das Jüdisches Quartier in Köln - mit dem Praetorium verbunden und so entsteht eine der größten archäologischen Zonen Europas im neuen unterirdischen Museum MiQua (Mitten im Quartier). Die Fertigstellung ist geplant für 2021.

Praetorium: Zuerst besuchen wir die Ruinen des römischen Statthalterpalastes – das Praetorium, das als Zentrum der Archäologischen Zone gilt. In den Grabungen sehen Sie Überreste der jahrhundertealten römischen Palastanlage. Gemeinsam erkunden wir die Ruinen und Fundstücke aus dem 1. bis 4. Jahrhundert n. Chr. Dabei durchschreiten wir auch einen begehbaren römischen Abwasserkanal, der 9,50 m unter dem heutigen Straßenniveau liegt und erfahren die Geheimnisse seiner wechselvollen Geschichte. Bei der Tour Köln unterirdisch - Praetorium liegt Ihnen die römische Geschichte Kölns buchstäblich zu Füßen. Das Praetorium war der Palast des römischen Statthalters, von hier aus regierte und verwaltete der Praetor, der Oberbefehlshaber und Stellvertreter des römischen Kaisers die römische Colonia und die Provinz Niedergermanien. Das römische Köln war ab ca. 90 n. Chr. die Hauptstadt der Provinz Niedergermanien, ein Bezirk der vom Vinxtbach bei Koblenz bis zur Nordsee reichte und im Osten durch den Rhein begrenzt wurde. Beim Wiederaufbau des historischen Rathauses stieß man 1953 rein zufällig auf die jahrhundertealten Überreste seines Vorgängers. Seit 2019 werden die Ausgrabungen unter dem Rathausvorplatz - vorwiegend Goldschmiedeviertel aus dem Mittelalter und das Jüdisches Quartier in Köln - mit dem Praetorium verbunden und so entsteht eine der größten archäologischen Zonen Europas im neuen unterirdischen Museum MiQua (Mitten im Quartier). Die Fertigstellung ist geplant für 2021.

Hinweis: Im Zuge des Museumsbaus "MiQua" wird das Praetorium seit April 2019 umfassend saniert, daher sind das Praetorium und der römische Abwasserkanal bis auf weiteres nicht mehr zugänglich.

 

Römischer Abwasserkanal
Praetorium Köln
Ostseite Statthalterpalast
Vorhalle mit Blick auf Oktogon

INFOS UND PREISE RÖMISCHES KÖLN UNTERIRDISCH:

Dauer: 1 Stunde

Start: Bahnhofsvorplatz  Ende: Altstadt

Bedingt durch die Öffnungszeiten der Kirche Groß St. Martin ist der Beginn der Tour auf Dienstag bis Samstag bis 11:30 Uhr und ab 13:00 Uhr (bis 17:00 Uhr). Montags ist die Kirche geschlossen. 

Erwachsene zahlen für den Besuch der Ausgrabungen unter Groß St. Martin 0,50 € p. P. zusätzlich, diesen Betrag zahlen Sie bitte selbst vor Ort.

Beispiel Gruppenpreis bis 25 Teilnehmer (mit Wunschtermin):

  • 145 € inkl. MwSt.

Alle Preise sind Endpreise, die gesetzliche Mehrwertsteuer ist bereits enthalten.

Bitte beachten Sie, dass diese Führung den Besuch einer kirchlichen Krypta beinhaltet. Die Besucherdichte der Ausgrabungen kann in den Monaten Mai bis Juli aufgrund von Schulausflügen vormittags sehr hoch sein, daher kann es in dieser Zeit zu Lautstärkebeeinträchtigungen kommen. Bei dieser Führung dürfen keine Hunde mitgenommen werden.

Eine Besichtigung des Ubiermonuments ist im Rahmen unserer Führung "Ubiermonument" möglich.