Führung Stadtgeschichte Kölns von der Römerzeit bis zur Gegenwart

spannend, abwechslungsreich und typisch Kölsch

Bei der Tour "Stadtgeschichte Kölns" spannen wir den Bogen von der Römerzeit über das Mittelalter bis in die Gegenwart. In 90 Minuten folgen wir den Spuren zahlreicher Generationen, die das Stadtbild geprägt haben.

Infos und Preise

Führung Stadtgeschichte Kölns von der Römerzeit bis zur Gegenwart
Dauer: 1,5 Stunden
Start: Bahnhofsvorplatz
Ende: Heumarkt
Gruppenpreis: bis 12 TN: 160 € inkl. MwSt. Kostenfrei anfragen
Anfrage Gruppen
max. 20 Teilnehmer
barrierefrei
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Erleben Sie die schönsten Legenden und Sehenswürdigkeiten Kölns
Als eine der größten Städte Deutschlands und ohne Zweifel der schönsten, wie wir Kölner sagen, blickt Köln auf eine 2000-jährige Stadtgeschichte zurück. Von den ersten hier siedelnden Germanenstämmen bis zum Papstbesuch am Weltjugendtag im Jahr 2005 haben zahlreiche Generationen ihre Spuren im Stadtbild hinterlassen – und diesen Spuren folgen wir auf dem etwa eineinhalbstündigen Rundgang durch die Kölner Altstadt: Von der Domumgebung bis hin zum Rhein und weiter zum Heumarkt werden die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Legenden der Kölner Stadtgeschichte vorgestellt.

Historischer Rundgang durch die Stadt
Wir besuchen Stationen, an denen Umstürze geplant und zur Unterschlagung aufgerufen wurde. Wir erkunden verschlungene Gassen und versteckte Plätze der Kölner Altstadt. Bei dieser interessanten Stadtführung lernen nicht nur Gäste die Stadt kennen – auch Einheimische erfahren noch viel Neues und Wissenswertes bei diesem historischen Rundgang durch ihre Heimatstadt.

Für wen eignet sich die Tour?
Geschichtlich interessierte Menschen finden hier einen fundierten Überblick über die Historie von Köln

Geschichte Kölns

Vorgeschichte Um 4.500 v. Chr. lebten hier bereits „Bandkeramiker“

Das römische Köln Kaiser Augustus ließ die Oppidum Ubiorum (Stadt der Ubier), den Vorläufer des heutigen Kölns, errichten. Agrippa der Feldherr hatte den Germanenstamm der rechtsrheinischen Ubier hier angesiedelt. Seine Enkelin, Agrippina die Jüngere, verlieh Köln 50 n. Chr. die Stadtrechte: Colonia Claudia Ara Agrippinensum (CCAA). Köln wurde zur Hauptstadt der Provinz Niedergermanien. Diese erstreckte sich östlich von Frankreich und nördlich der Mosel am Rhein entlang bis an die heutige Nordseeküste. Agrippina die Jüngere war Ehefrau und Nichte von Kaiser Claudius, ihr Sohn aus erster Ehe hieß Nero, ihr Bruder war Caligula. Mit den Stadtrechten erhielt Köln auch Militärrecht, d. h. Schutz durch eine Stadtmauer. Konstantin der Große ließ eine erste feste Holzbrücke über den Rhein aus Eichenholzpfählen errichten. Die Brücke hielt fast bis zur ersten Jahrtausendwende. Auseinandersetzungen unter den Römern führten dazu, dass fränkische Verbände 355 n. Chr. erstmals Köln einnehmen konnten, die Römer konnten ein Jahr später die Stadt zurückerobern. Nachdem verschiedene Germanenstämme an anderer Stelle den Rhein überschritten, wurde auch Köln 455 n. Chr. wieder von den Franken angegriffen. Die ersten Franken lebten bereits hier.

Zeit der Franken ab 456 n. Chr. Die Franken eroberten ab ca. 456 n. Chr. die Stadt vollends. Zu dieser Zeit fand der Wechsel von der städtischen Hochkultur der Römer zur fränkischen Bauernkultur statt. Nach der Schlacht von Zülpich über die Alemannen nahm der Merowinger König Chlodwig den katholischen Glauben an, wurde König aller Franken und ordnete die westgermanischen Stämme. Um 800 wurde Köln Sitz des Erzbistums (Erzbischof Hildebold). Der karolingische/romanische Dom (auch Hildebold-Dom genannt) wurde von Erzbischof Gunthar erbaut. Um 880 wird Köln von den Normannen zerstört.

Herrschaft der Erzbischöfe ab 950 n. Chr. Mit Bruno begann die weltliche Herrschaft der Erzbischöfe über Köln. Die erste Stadterweiterung erfolgte erst nach 800 durch Aufschüttungen der Rheinvorstadt (Alter Markt, Heumarkt und Rheinufer). Während des ersten Kreuzzugs im Jahr 1096 zogen randalierende Ritter auf dem Weg nach Jerusalem durch die Stadt und zerstörten erstmals die Synagoge. Im 11. Jahrhundert kam es zu einem Aufstand der Bürger gegen Erzbischof Anno II. Die zweite Stadterweiterung wurde 1106 begonnen. Ab Ende des 12. Jahrhunderts entstand im Zuge der dritten Erweiterung die mittelalterliche Stadtmauer. Erhalten sind heute noch Eigelsteintorburg, Severinstorburg und Hahnentorburg, Ulrepforte und diverse Türme und Mauerreste im Norden und im Süden.

Köln im Hochmittelalter 1164 ließ Erzbischof Reinald von Dassel die Gebeine der Hl. Drei Könige als Kriegsbeute nach Köln bringen. In der Folge entstand der Dreikönigenschrein, ein Prunkstück des Goldschmiedehandwerks. Als passender Rahmen für Reliquien und Pilgerscharen wurde 1248 mit dem Bau des gotischen Doms begonnen. Beim Bau der Stadtmauer wurden römische Gräberfelder entdeckt. Für die Kölner war klar: Die große Anzahl an Knochen muss von den Stadtheiligen Ursula, Gereon und einer unterschätzten Anzahl an Gefährten stammen. Köln avancierte zu einer der drei großen Pilgerstätten des Spätmittelalters, gleichbedeutend mit Rom und Santiago de Compostela. Zeitgleich entstand als Vorläufer der Universität eine Hochschule zur theologischen Ausbildung der Dominikaner, unter den Mitgliedern waren Albertus Magnus und Thomas von Aquin.

Köln zwischen ausgehendem Mittelalter und Neuzeit Anhaltende Pilgerströme und neue Stapelprivilegien von 1259 sorgten für eine florierende Wirtschaft. Köln gründete mit Hamburg und anderen Städten den Verbund der Hanse. Wiederkehrende Auseinandersetzungen zwischen dem Erzbischof und den Kölner Bürgern entluden sich 1288 in der Schlacht von Worringen. Der Erzbischof sah sich außerhalb der Stadtmauern verbannt. 1349 wurde die etablierte jüdische Gemeinde zum Sündenbock der Pestepidemie gemacht und aus der Stadt vertrieben. Der Kölner Weberaufstand gegen Ratsmitglieder endete 1371 auf dem Waidmarkt in einer blutigen Niederlage. 1388 gründeten die Kölner Ratsmitglieder, also die Bürger, die erste Universität. Der Verbundbrief von 1396 besiegelte die erste Stadtverfassung und beendete die Herrschaft des Patriziats in Köln. Verbünde von Zünften, sogenannte Gaffeln, stellten die gesellschaftspolitischen Vertreter im Rat. Köln wurde faktisch zur freien Reichsstadt. (1396 de facto und 1475 de jure)

Köln als Reichstadt Inmitten des jüdischen Viertels wurde zu Beginn des 15. Jahrhunderts der Ratsturm errichtet. Mit einer Höhe von 61 Metern konzipiert, war er eine für jedermann sichtbare Demonstration der Macht des Rats und Ausdruck des bürgerlichen Selbstbewusstseins. Vervollständigt wurde die Repräsentation 1445 im Innenraum durch Stefan Lochners "Altar der Stadtpatrone". Wenig später entstand ein weiteres - heute noch erhaltenes - profanes Gebäude, der Gürzenich, in dem städtische Feste abgehalten wurden. 1475 wurden die Juden erneut aus der Stadt vertrieben. Im gleichen Jahr erklärte Friedrich der III. Köln juristisch zur freien Reichsstadt.

Franzosenzeit (1794-1814) 1794 besetzen die Franzosen unter Napoleon Köln – dies bedeutete das Ende der freien Reichsstadt. Während Ihrer Besatzungszeit führten Verwaltungsbeamte der Franzosen eine umfangreiche Modernisierung durch. Das mittelalterliche Zunftwesen wurde aufgehoben und durch Gewerbefreiheit ersetzt. Das gesamte Rechtswesen wurde nach dem Gleichheitsprinzip reformiert, ebenfalls die Stadtverwaltung. Auch Neuerungen wie Straßenbeleuchtung und Straßenreinigung wurden eingeführt. Damit brach in Köln ein neues Zeitalter an. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden der Besitz und die Güter der Kirchen und Klöster im Zuge der Säkularisation enteignet. Protestanten und Juden bekamen wieder Zugang zur Stadt und wurden zu gleichberechtigten Bürgern, es galt Religionsfreiheit. De facto wurde in Köln in dieser Zeit das Mittelalter mit Verspätung beendet.

Preußisches Köln 1815 wurde Köln preußisch und zur größten Festungsstadt im Westen ausgebaut. Nach 1870 ist Köln ein bedeutender Industriestandort. U.a. befanden sich hier die Baumwollspinnerei „Bierbaum und Proenen“, die Seilerei „Felten und Guillaume“, die Rheinischen Gummiwerke (Clouth), die Chemische Fabrik Kalk, die Erste Motorenfabrik (Nikolaus Otto) sowie die Gas- und Lichtwerke in Ehrenfeld. Der protestantische Preußenkönig Friedrich Wilhelm IV. spendete Geld für die Domvollendung, die Schlussweihe war 1880. 1881 wurde die mittelalterliche Stadtmauer abgerissen und die Stadt erweitert, die heutigen Ringe wurden gebaut.

Erster Weltkrieg und Weimarer Republik Das Kriegsende des ersten Weltkrieges und die daraus resultierenden Folgen für Köln waren relativ harmlos. Konrad Adenauer hielt die Lebensmittelversorgung aufrecht und vermittelte zum Kriegsende auch zwischen seiner Zentrumspartei und den Sozialdemokraten. 1917-1933 war Konrad Adenauer Oberbürgermeister, in dieser Zeit entstanden das Müngersdorfer Stadion, die Mülheimer Brücke, das Deutzer Messegelände, der Flughafen Butzweiler Hof, der innere Grüngürtel, der Niehler Hafen und die Ford-Werke. Die Universität wurde wieder eröffnet. Konrad Adenauer konnte so Köln in eine moderne Großstadt verwandeln. 1920 wurde die erste Altstadtsanierung geplant und bis 1935 umgesetzt.

Köln im Nationalsozialismus Im Jahr 1933 bereiteten Hitler und Reichskanzler von Papen in der Villa des Bankiers Schröder in Köln die Machtergreifung vor. Die Kölner Juden und 1.000 Sinti und Roma wurden deportiert. Die Messe wurde das Außenlager des KZs Buchenwald. 1942 fand der erste „1.000 Bomben Angriff“ statt. 1945 besetzten US-Truppen Köln. Zu diesem Zeitpunkt waren 95 % der Kölner Altstadt durch die Bombardierungen der Alliierten zerstört. 1945 lebten in Köln nur noch ca. 44.000 Menschen.

Nach dem Krieg in die Moderne Bei Kriegsende lag Köln in Trümmern. Nach dem Krieg wird Konrad Adenauer erneut Oberbürgermeister. Köln wird in mehreren Jahrzehnten wiederaufgebaut und modernisiert, bis heute gibt es jedoch vereinzelt noch Kriegsspuren. Köln entwickelte sich zu einer modernen Großstadt. Köln wurde 1975 durch Eingemeindungen von Porz, Rodenkirchen, Lövenich, Weiden, Junkersdorf, Esch, Pesch, Widdersdorf etc. zur Millionenstadt, danach sanken zunächst die Einwohnerzahlen, erst 2010 wurde Köln wieder Millionenstadt.

Masterplan Innenstadt Der Verein Unternehmen für die Region e.V. initiierte 2007 einen städtebaulichen Wegweiser für die Kölner Innenstadt. Der Stadtrat hat diesem Masterplan als Handlungsempfehlung für die künftige Entwicklung 2009 zugestimmt. Die Einzelmaßnahmen werden im Kölner Tempo teilweise zögerlich umgesetzt.

Köln heute und in Zukunft In Köln leben Menschen aus fast allen Ländern der Erde. Die Türkei und Italien bildet dabei das Herkunftsland der meisten Menschen. Insgesamt haben mehr als ein Drittel der Mitbürger einen Migrationshintergrund. Köln verfügt über einen funktionierenden Nahverkehr (Stadtbahn als kombinierte U- und Straßenbahn), so dass die Kölner Altstadt zunehmend autofrei werden kann. Des weiteren finden sich in Köln eine beindruckende Museumslandschaft und viele weitere große und kleine kulturelle Einrichtungen.

Kurzinfo: Führung Stadtgeschichte Kölns von der Römerzeit bis zur Gegenwart
Dauer: 1,5 Stunden
Start: Bahnhofsvorplatz
Ende: Heumarkt
Hinweis: in Englisch verfügbar
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