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Die Führung über den Melatenfriedhof

Hinter einer unscheinbaren Mauer verborgen erstreckt sich der älteste und größte säkulare Friedhof Kölns. Der Melatenfriedhof ist zugleich das Gedächtnis der Stadt. Nicht nur lokale Größen aus Geschichte, Kultur, Politik und Karneval haben hier ihre letzte Ruhestätte gefunden, auch kölsche Originale und Prominente sind hier beigesetzt. Dirk Bach, Willy Millowitsch und zahlreiche Kölner Oberbürgermeister liegen hier begraben. Diese Mischung macht den Reiz auf Melaten aus - Sie werden feststellen, dass der Friedhof nicht nur eine Stätte des Trauerns und Erinnerns ist, sondern auch ein Ort der Erholung und des Lebens.

Der Friedhof Melaten bietet neben vielen denkmalgeschützten Grabmälern auch Lebensraum für eine reichhaltige Flora und Fauna. Zahlreiche Eichhörnchen und auch Füchse sowie mehr als 40 verschiedene Vogelarten sind hier heimisch geworden. Der Melatenfriedhof ist somit auch ein lebendiger Ort und zugleich eine wunderschöne Grünanlage zum Spazieren gehen. Eine Vielfalt an mediterranen Pflanzen gibt es hier, im Sommer spendet eine über 100 Jahre alte Thuja-Allee Schatten. Doch nicht nur für Naturfreunde birgt der Friedhof manche Überraschung: In dieser zweistündigen gemütlichen Führung über das Areal des Melatenfriedhofs erfahren Sie Wissenswertes über die Geschichte der Friedhofskultur und die Bedeutung christlicher Symbolik auf Grabsteinen - 200 Jahre Kölner Sozialgeschichte erzählt in Grabmälern.

Eine überlebensgroße Skulptur vom "Gevatter Tod" dem Sensenmann wurde vom Bildhauer August Schiemann für den Kaufmann Johann Müllemeister geschaffen. Heute hat die Steinmetzfamilie Steinnus die Patenschaft für dieses Denkmal übernommen. Der Sensemann gilt als eine Art Wahrzeichen von Melaten.

Als neues Konzept befinden sich auf dem Melatenfriedhof auch drei sogenannte Bestattungsgärten mit zentraler Pflege. Dieses alternativ Angebot gibt es auch auf anderen Kölner Friedhöfen sowie im Umland.

 

Sensenmann_Melaten
Melatenfriedhof Lavendel im Bestattungsgarten
Mosaik_Szene_Ölberg
Denkmal_200_Jahre_Melaten

INFOS UND PREISBEISPIELE Melatenfriedhofsführung

Die Führung über den Melatenfriedhof dauert ca. 2 Stunden. Die Tour startet am Eingang Piusstraße an der Trauerhalle, eine genaue Beschreibung finden Sie unter der Rubrik Treffpunkte

Frühester Start: Montag - Samstag ab 14:00 Uhr und sonntags ab 11:00 Uhr. Spätestes Ende: Öffnungszeiten des Friedhofs. Die Führungen auf dem Melatenfriedhof sind bei der Friedhofsverwaltung (Grünflächenamt) angemeldet und die Anmeldegebühr ist bereits in den Kosten enthalten.

Preisbeispiele Gruppen (mit Wunschtermin):

  • 12 Personen 165 €
  • 25 Personen 205 €

Preis öffentliche Führung: Führung Melatenfriedhof

  • 12 € / 8 € ermäßigt pro Person (Studenten, Auszubildende, Köln Pass Inhaber). Kinder in Begleitung von Erwachsenen sind bis 12 Jahre frei.
  • Regelmäßig finden öffentliche Termine an Sonntagen statt.

Alle Preise sind Endpreise, das heißt die gesetzliche Mehrwertsteuer ist bereits enthalten.

Sie erreichen die Piusstraße mit den Straßenbahnlinien 1 oder 7 (Haltestelle: Universitätsstraße). Außerdem können Sie mit den Straßenbahnlinien 3 und 4 (Haltestelle: Piusstraße) oder der Buslinie 142 (Haltestelle: Innere Kanalstraße) die Piusstraße erreichen. Bitte beachten Sie, dass die Buslinie 142 nicht an Sonntagen verkehrt. Beachten Sie bitte außerdem, dass die Haltestelle "Universitätstraße" näher am Treffpunkt unserer Tour liegt als die Haltestelle "Melaten". Am Eingang Piusstraße befinden sich ausreichend große Parkplätze und weitere PKW-Parkplätze an der Straße. 

 

Öffnungszeiten Melatenfriedhof:

März: 8:00 Uhr bis 18:00 UhrApr. bis Sep. 7:00 Uhr  bis 20:00 UhrOktober: 7:00 Uhr bis 19:00 Uhr3. Nov. bis Feb. 8:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Führungen sind anmeldepflichtig und sind mit der Schließung des Friedhofs beendet. In der Regel können die Führungen an Wochentagen ab 14:00 Uhr und sonntags ab 11:00 Uhr stattfinden.

Information Melatenfriedhof

In der Zeit der französischen Besetzung ließ Napoleon ein kaiserliches Dekret über Begräbnisse verfassen, von da an durfte innerhalb des mittelalterlichen Stadtgebiets aus Gewässerschutzgründen nicht mehr begraben werden. Die Zuständigkeiten für Begräbnisse wurde der katholische Kirche entzogen und auf die Stadt übertragen. Die Stadt kaufte Grundstücke rund um das ehemalige Leprosenhaus, es hieß im Volksmund "zu den Maladen". Nach der Eröffnung im Jahre 1810 stand der Friedhof kurz darauf allen Konfessionen offen.

Patenschaften für historische Gräber

Schon zu Lebzeiten können Sie eine Patenschaft für ein erhaltenswertes Grab erwerben. Sie verpflichten sich zur Pflege und zum Erhalt des Grabes. Erst im Erlebensfall - also nach dem Tod - zahlen Sie die Grabgebühr in der Regel für 30 Jahre. Die Gebühr wird nach der Anzahl der Liegeplätze berechnet. Eine Verlängerung ist bei einem Patenschaftsgrab auch mehrmals möglich.

Der Begriff Melaten leitet sich nicht vom Französischen "malade" ab sondern vom Lateinischen "malus habitus". Hier wird schon im 13. Jahrhundert eine Stätte für Kranke erwähnt (Melatenhof).