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Hansestadt Köln

Fahne mit Hansefarben

Über Jahrhunderte war Köln Mitglied der mächtigen Hanse, dem Zusammenschluss niederdeutscher und westfälischer Kaufleute. Aus dieser Zeit stammen die Farben des Kölner Wappens, die auch heute noch in Köln vorherrschend sind: rot und weiß. Die Farben dominieren nicht nur im Kölner Wappen, sondern auch beim offiziellen Logo der Stadt Köln, beim 1. FC-Köln, einigen Karnevalsgesellschaften und in vielen Kölner Firmenlogos. Rot-Weiß waren die Farben der Deutschen Hanse bzw. Hansa Teutonica, die seit der Mitte des 14. Jahrhunderts die Interessen der Kaufleute vertraten.

Ursprünglich war die Hanse ein Zusammenschluss von Kaufleuten zum Schutz auf Handelsreisen, als die alten Handelswege dann sicherer wurden, wurde der Bund auch zur Abwicklung von Geschäften genutzt, z. B. waren Tauschgeschäfte untereinander möglich oder das Vergeben von Krediten vereinfacht. Eine Mitgliedschaft in der Hanse brachte auch gesellschaftliche Privilegien, ein Kaufmann, der Mitglied der Hanse war, stieg schnell in eine hohe Position im Rat auf. Nach dem Dreißigjährigen Krieg zerschlug sich das Bündnis nach und nach. Der letzte Hansetag war 1669 in Lübeck, auch Köln hat daran teilgenommen. Heute arbeiten noch die drei deutschen Städte Bremen, Hamburg und Lübeck in einem losen Zusammenschluss noch weiterhin zusammen. Während des Nationalsozialismus erhielt Köln noch einmal den Namenszusatz „Hansestadt“, dieser wurde nach 1945 wieder entzogen. 1983 gab es eine Wiederbelebung mit dem Westfälischen Hansebund mit derzeit ca. 50 Städten, die dadurch ihre Attraktivität erhöhen wollen.

Verschiedene Stadtführungen bringen das Thema zur Sprache.

S. Luth M.A.